Patienten

Was tun bei einem Zahnunfall?

Bild Zahnunfall_Foto_proDente

Informationen für Patienten

6. August 2019. Wie verhalte ich mich richtig bei einem Zahnunfall? Und vor allem: Wie schütze ich mich am besten davor? Diese Fragen beantwortet das neu aufgelegte 4-seitige Magazin „Zahnunfall“ von proDente. Interessierte können die kostenfreie Patienteninformation bei der Initiative bestellen.

„Rund 50 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben bis zu ihrem 16. Lebensjahr einen Zahnunfall“, erläutert Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente. Schnell ist es beim Herumtoben in Kindergarten, Schule oder Freizeit passiert. Auch zahlreiche Sportarten erhöhen das Risiko für einen Zahnunfall. „Betroffen sind nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene“, verdeutlicht Kropp.

Richtig handeln – Zahn retten

Ein Zahnunfall kann zu ganz unterschiedlichen Verletzungen führen. Wer nur unkomplizierte Risse im Zahnschmelz davonträgt, hat Glück gehabt. Schwerwiegendere Verletzungen von abgebrochenen bis hin zu ausgeschlagenen Zähnen sind nicht selten. Unschön zudem: Meist sind bei einem Zahnunfall die gut sichtbaren oberen Schneidezähne betroffen. Wer das Richtige tut, erhöht die Chance, den Zahn zu retten. Die Broschüre „Zahnunfall“ gibt hilfreiche Tipps – von der Zahnrettungsbox bis hin zum vorbeugenden Schutz für Zähne und Mund. Denn zuverlässig schützt individuell hergestellter Zahnschutz aus dem zahntechnischen Labor. Die Verletzungsrate im Sport sinkt damit deutlich.

Patienten können den Vierseiter im DIN A4-Format bei proDente unter der Telefonnummer 01805 55 22 55 oder auf www.prodente.de unter dem Menüpunkt „Service – Broschüren für Patienten“ beziehen.
Zahnärzte und zahntechnische Innungsbetriebe erhalten je 100 Exemplare des Informationsmaterials kostenfrei über die Fachbesucherseiten von www.prodente.de oder über die Bestellhotline 01805-55 22 55.

 

Amalgam als Füllungsmaterial

Bild Amalgam Fotolia
 

27. August 2018. Seit 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Demnach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, bei Kindern unter 15 Jahren und bei schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat zu diesem Thema einen Katalog mit Fragen und Antworten erarbeitet. Patientinnen und Patienten können sich so über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Übersicht: Welche Zahnfüllung soll es sein?

Hilfreiche Informationen enthält auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“.    

 

Karies vermeiden

Fluoride in Zahnpasta

 Bild Zahnbürste mit Creme_123RF

24. Januar 2018. „Die herausragende kariesprophylaktische Wirksamkeit von Fluoridzahnpasten wurde in vielen Studien belegt“ – das teilen die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ), die Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) mit. Eine gemeinsame Stellungnahme dazu haben DGZ, DGPZM und BZÄK am 22. Januar 2018 veröffentlicht. Hintergrund sind die Werbemaßnahmen eines Unternehmens, dessen neues Zahnpastaprodukt die Zähne angeblich vor Karies schützt, obwohl es kein Fluorid enthält.

Die drei Fachorganisationen sind sich einig, dass die werblichen Aussagen des Unternehmens keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage haben. Dagegen sind Fluoride „weltweit sehr gründlich untersucht. Die herausragende kariesprophylaktische Wirksamkeit von Fluoridzahnpasten wurde in vielen Studien belegt“. 

Bild Zahnbürsten mit Creme_Frontansicht_123RF

Die „Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist sicher und schützt wirksam vor Karies“, stellt die BZÄK ergänzend dazu in einem aktuellen Statement fest. Zusammengefasst sind die wichtigsten Informationen zum Thema in einer wissenschaftlich abgesicherten Patienteninformation der BZÄK.

Weitere Informationen zum Thema „Zahnschutz durch Fluoride“ sind auch verfügbar auf der Website der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).
  

Welches Mineralwasser?

Bild Mineralwasser_v.poth_Fotolia

31. Januar 2017. Fluorid hilft, Karies zu vermeiden. Die Menge an Fluorid, die in Deutschland durch das Trinkwasser und über die Nahrung aufgenommen wird, reicht dazu meist nicht aus. Eine Ergänzung ist daher sinnvoll. Es gibt fluoridhaltige Zahnpasten und Fluoridtabletten. Auch natürliche Mineralwässer enthalten Fluorid.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen (LAGH) rät, Fluorid bei Kindern ab dem ersten Zahn lokal wirksam anzuwenden: entweder durch die Verwendung einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta oder durch eine Fluorid-Lutschtablette. Bei Säuglingen oder Kleinkindern sollte sie in Wasser aufgelöst bzw. in die Wangentasche gelegt werden. Eltern sollten bei ihrem Kind vorher eine individuelle sogenannte „Fluorid-Anamnese“ beim Zahnarzt oder beim Kinderarzt machen lassen. Er fragt die Eltern, ob sie bei ihrem Kind bereits Fluoride verwenden und ob durch besondere Ernährungsgewohnheiten schon verstärkt Fluor zugeführt wird.

Natürliche Mineralwässer tragen zur Fluoridaufnahme der Kinder bei, wenn in der Familie oder in der Kita über Wochen bzw. Monate das gleiche Mineralwasser getrunken wird. Nach den Empfehlungen der Fachgesellschaften wird Säuglingsnahrung zwar grundsätzlich mit Trinkwasser zubereitet. Steht es aber in der erforderlichen Qualität nicht zur Verfügung – wie zum Beispiel in Gemeinden mit einer Nitratkonzentration von mehr als 50 mg Nitrat/l im Trinkwasser oder auf Reisen – ist es empfehlenswert, auf Mineralwasser zurückzugreifen.

Aber wie viel Fluorid ist in Mineralwasser enthalten?

Nicht bei allen Mineralwassersorten steht der Fluoridgehalt auf dem Flaschenetikett. Denn nach geltender Gesetzeslage müssen Hersteller den Fluoridgehalt nicht angeben, wenn das Mineralwasser maximal 1,5 mg Fluorid pro Liter enthält. Dagegen müssen Wasservarianten, die diesen Wert überschreiten, den folgenden, deutlich lesbaren Hinweis tragen: "Enthält mehr als 1,5 mg/l Fluorid: Für Säuglinge und Kinder unter sieben Jahren nicht zum regelmäßigen Verzehr geeignet". Dadurch wird das Risiko einer Überdosierung durch die Kombination fluoridhaltiger Mineralwässer (über 1,5 mg/l Fluorid) mit der Einnahme von Fluoridtabletten bzw. dem Verschlucken von Zahnpasta minimiert. Trägt ein natürliches Mineralwasser den Vermerk „zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“, darf laut der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung der Gehalt an Fluorid nicht mehr als 0,7 mg betragen.

Tabellarische Übersicht

Die LAGH hat eine Übersicht erstellt, die den Fluoridgehalt von mehr als 280 Mineralwässern benennt. Die Liste führt natürliche Mineralwässer sowie einige Heilwässer auf, keine Quell- und Tafelwässer. Vier der dort gelisteten Mineralwässer haben einen deutlich höheren Fluoridgehalt als 1,5 mg pro Liter. Die Angaben zum Fluoridgehalt der Mineralwässer beruhen auf Daten aus Veröffentlichungen sowie Herstellerangaben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zum Thema "Fluoridierung" hat das Zentrum Zahnärztliche Qualität eine Broschüre für Patienten herausgegeben. Weitere Informationen rund um das Thema „Fluorid“ vermittelt die Website der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) unter der Rubrik „Patienten/Medizinische Infos/Vorsorge bei Kindern/Fluoride für Kinder".