Patienten

Elektronische Gesundheitskarte

Bild Plakatmotiv eGK 2019

Alte Karten ungültig

Mit dem Jahresbeginn 2019 haben elektronische Gesundheitskarten der Generation 1plus (eGK G1+) ihre Gültigkeit verloren. Zur Behandlung bei einem Arzt oder Zahnarzt benötigen gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten seit 1. Januar eine elektronische Gesundheitskarte der zweiten Generation. Ob eine Gesundheitskarte der aktuellen Generation angehört, ist leicht erkennbar an dem Aufdruck „G2“ oder „G2.1“ auf der Karten-Vorderseite oben rechts.

Wenn Patientinnen und Patienten von ihrer Krankenkasse eine aktuelle Gesundheitskarte erhalten haben, ist nur noch diese gültig. Auch wenn das aufgedruckte Ablaufdatum der alten Gesundheitskarte noch nicht erreicht ist, sollten Patienten immer die von ihrer Krankenkasse zuletzt erhaltene Gesundheitskarte verwenden und die alte entsorgen. Nur so können die weiterentwickelten Anwendungen der neuen eGK-Generation zum Einsatz kommen und Probleme beim Einlesen der Karte in den Praxen lassen sich vermeiden.

Patientinnen und Patienten, die bisher noch keine aktuelle Gesundheitskarte erhalten haben, sollten sich mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. Auch wenn Patienten keine gültige Gesundheitskarte vorweisen können und ihnen keine andere Anspruchsberechtigung vorliegt, kann eine zahnärztliche Behandlung erfolgen. In diesem Fall darf der Vertragszahnarzt eine Privatvergütung für die Behandlung verlangen und eine entsprechende Rechnung ausstellen. Wenn Patienten innerhalb einer Frist von 10 Tagen nach der Behandlung eine gültige eGK der Generation G2 bzw. G2.1 oder eine andere Anspruchsberechtigung vorlegen können und die Privatrechnung bereits beglichen haben, erhalten sie den Rechnungsbetrag zurück (§ 18 Abs. 2 BMV-Z).

Das Plakat liegt mit den Druckdaten für die Größen A4 und A3 in vier verschiedenen Farbtönen vor. Auch eine Schwarz-Weiß-Version gibt es im A4-Format. Dateien für größere Plakatformate sind bis 31. Januar 2019 hier hinterlegt. Ein Passwort ist dafür nicht erforderlich. 

 

Amalgam als Füllungsmaterial

Bild Amalgam Fotolia
 

27. August 2018. Seit 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Demnach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, bei Kindern unter 15 Jahren und bei schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat zu diesem Thema einen Katalog mit Fragen und Antworten erarbeitet. Patientinnen und Patienten können sich so über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Übersicht: Welche Zahnfüllung soll es sein?

Hilfreiche Informationen enthält auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“

 

 

 

Karies vermeiden

Fluoride in Zahnpasta

 Bild Zahnbürste mit Creme_123RF

24. Januar 2018. „Die herausragende kariesprophylaktische Wirksamkeit von Fluoridzahnpasten wurde in vielen Studien belegt“ – das teilen die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ), die Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) mit. Eine gemeinsame Stellungnahme dazu haben DGZ, DGPZM und BZÄK am 22. Januar 2018 veröffentlicht. Hintergrund sind die Werbemaßnahmen eines Unternehmens, dessen neues Zahnpastaprodukt die Zähne angeblich vor Karies schützt, obwohl es kein Fluorid enthält.

Die drei Fachorganisationen sind sich einig, dass die werblichen Aussagen des Unternehmens keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage haben. Dagegen sind Fluoride „weltweit sehr gründlich untersucht. Die herausragende kariesprophylaktische Wirksamkeit von Fluoridzahnpasten wurde in vielen Studien belegt“. 

Bild Zahnbürsten mit Creme_Frontansicht_123RF

Die „Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist sicher und schützt wirksam vor Karies“, stellt die BZÄK ergänzend dazu in einem aktuellen Statement fest. Zusammengefasst sind die wichtigsten Informationen zum Thema in einer wissenschaftlich abgesicherten Patienteninformation der BZÄK.

Weitere Informationen zum Thema „Zahnschutz durch Fluoride“ sind auch verfügbar auf der Website der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).
  

Welches Mineralwasser?

Bild Mineralwasser_v.poth_Fotolia

31. Januar 2017. Fluorid hilft, Karies zu vermeiden. Die Menge an Fluorid, die in Deutschland durch das Trinkwasser und über die Nahrung aufgenommen wird, reicht dazu meist nicht aus. Eine Ergänzung ist daher sinnvoll. Es gibt fluoridhaltige Zahnpasten und Fluoridtabletten. Auch natürliche Mineralwässer enthalten Fluorid.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen (LAGH) rät, Fluorid bei Kindern ab dem ersten Zahn lokal wirksam anzuwenden: entweder durch die Verwendung einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta oder durch eine Fluorid-Lutschtablette. Bei Säuglingen oder Kleinkindern sollte sie in Wasser aufgelöst bzw. in die Wangentasche gelegt werden. Eltern sollten bei ihrem Kind vorher eine individuelle sogenannte „Fluorid-Anamnese“ beim Zahnarzt oder beim Kinderarzt machen lassen. Er fragt die Eltern, ob sie bei ihrem Kind bereits Fluoride verwenden und ob durch besondere Ernährungsgewohnheiten schon verstärkt Fluor zugeführt wird.

Natürliche Mineralwässer tragen zur Fluoridaufnahme der Kinder bei, wenn in der Familie oder in der Kita über Wochen bzw. Monate das gleiche Mineralwasser getrunken wird. Nach den Empfehlungen der Fachgesellschaften wird Säuglingsnahrung zwar grundsätzlich mit Trinkwasser zubereitet. Steht es aber in der erforderlichen Qualität nicht zur Verfügung – wie zum Beispiel in Gemeinden mit einer Nitratkonzentration von mehr als 50 mg Nitrat/l im Trinkwasser oder auf Reisen – ist es empfehlenswert, auf Mineralwasser zurückzugreifen.

Aber wie viel Fluorid ist in Mineralwasser enthalten?

Nicht bei allen Mineralwassersorten steht der Fluoridgehalt auf dem Flaschenetikett. Denn nach geltender Gesetzeslage müssen Hersteller den Fluoridgehalt nicht angeben, wenn das Mineralwasser maximal 1,5 mg Fluorid pro Liter enthält. Dagegen müssen Wasservarianten, die diesen Wert überschreiten, den folgenden, deutlich lesbaren Hinweis tragen: "Enthält mehr als 1,5 mg/l Fluorid: Für Säuglinge und Kinder unter sieben Jahren nicht zum regelmäßigen Verzehr geeignet". Dadurch wird das Risiko einer Überdosierung durch die Kombination fluoridhaltiger Mineralwässer (über 1,5 mg/l Fluorid) mit der Einnahme von Fluoridtabletten bzw. dem Verschlucken von Zahnpasta minimiert. Trägt ein natürliches Mineralwasser den Vermerk „zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“, darf laut der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung der Gehalt an Fluorid nicht mehr als 0,7 mg betragen.

Tabellarische Übersicht

Auf ihrer Website hat die LAGH eine Übersicht zugänglich gemacht, die den Fluoridgehalt von über 280 Mineralwässern benennt. Die Liste führt natürliche Mineralwässer sowie einige Heilwässer auf, keine Quell- und Tafelwässer. Vier der dort gelisteten Mineralwässer haben einen deutlich höheren Fluoridgehalt als 1,5 mg pro Liter. Die Angaben zum Fluoridgehalt der Mineralwässer beruhen auf Daten aus Veröffentlichungen sowie Herstellerangaben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Verfügbar ist die tabellarische Übersicht auf der Website der LAGH unter der Rubrik „Häufige Fragen/Fluoride im Natürlichen Mineralwasser“.

Zum Thema "Fluoridierung" hat das Zentrum Zahnärztliche Qualität eine Broschüre für Patienten herausgegeben. Weitere Informationen rund um das Thema „Fluorid“ vermittelt die Website der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) unter der Rubrik „Patienten/Medizinische Infos/Vorsorge bei Kindern/Fluoride für Kinder".