Beruf

Berufsbild Zahnarzt

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Vom Dentisten zum Facharzt

Seit 1952 ist der Universitätsabschluss Voraussetzung für die zahnärztliche Tätigkeit. Davor – ab etwa 1900 – waren es die sogenannten Dentisten, die eher praktisch und handwerklich ausgebildet waren. Ab 1910 wurden sie als Behandler in das Krankenkassenrecht integriert. Das Zahnheilkundegesetz von 1952 ermöglichte es staatlich anerkannten Dentisten, nach erfolgreicher Fortbildung über Mund- und Kiefererkrankungen sowie Arzneimittellehre die Approbation zum Zahnarzt zu erhalten. Der Zahnarzt heute ist ein Facharzt, der auch fachübergreifend gefordert ist, seit verschiedene Zusammenhänge zwischen Allgemeinerkrankungen und Erkrankungen der Zähne bzw. des Zahnhalteapparates erkannt wurden. Das gilt vor allem für bakteriell verursachte Krankheiten, Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Freude am Beruf

Typisch für die zahnärztliche Berufsausübung ist ein ambulantes Behandlungssystem in selbstständiger Form und als personalisierte Dienstleistung am Patienten. Das Urteil zur beruflichen Zufriedenheit fällt mehrheitlich positiv aus. Durch Fortbildung, eigene Arbeitsschwerpunkte und Kooperationsmodelle erweitern Zahnärzte ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Möglichkeiten stetig weiter. Zu diesen Arbeitsschwerpunkten zählen beispielsweise Prävention, Prothetik, Parodontologie und Implantologie. Seit dem 2007 in Kraft getretenen Vertragsarztrechtsänderungsgesetz, das die Möglichkeiten der Berufsausübung deutlich erweitert hat, ist das Merkmal der wirtschaftlichen Selbstständigkeit zurückgetreten.

Immer mehr Zahnärztinnen

Der Anteil weiblicher Zahnärzte steigt seit einigen Jahren erheblich an. In ihrer beruflichen Karriereplanung spielt Work-Life-Balance eine große Rolle. So ist in den letzten Jahren der Anteil der weiblichen Existenzgründer deutlich angestiegen, die sich mehr als ihre männlichen Kollegen für eine Berufsausübungsgemeinschaft entscheiden. Eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zum Rollenverständnis von Zahnärztinnen und Zahnärzten in Deutschland hat gezeigt, dass die Zahnärztinnen und Zahnärzte die freiberufliche Tätigkeit auch weiterhin bevorzugen, um die ständig steigenden beruflichen Anforderungen zu bewältigen. Geschlechterdifferenzen schlagen nur in Einzelpunkten durch, ohne das professionelle Berufsmodell im Kern zu berühren:

Die häufigsten von Zahnärzten behandelten Krankheiten sind Karies und Parodontitis mit ihren Folgen wie vor allem Zahnverlust. Die Karies tritt bei Kindern wie Erwachsenen auf, während Parodontalerkrankungen ab etwa dem 40. Lebensjahr deutlich zugenommen haben. Auf Grund der demografischen Entwicklung wird die aufsuchende zahnärztliche Betreuung an Bedeutung zunehmen.